Auch die Vogelmiere breitet sich für gewöhnlich nicht immer dort aus, wo man sie als Gärtner haben möchte. Meist überwuchert sie kahlen Boden oder ist im Gemüsebeet zu finden. Die Vogelmiere meint das aber nicht böse, denn sie bedeckt den kahlen Boden und schützt ihn somit.

Die Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media) wird umgangssprachlich auch Hühnerdarm oder Sternmiere genannt und gehört zu der Familie der Nelkengewächse.

Sie ist eine einjährige krautige Pflanze mit langen Stängeln, darauf sind kleine eiförmige Laubblätter und sie blüht bei milden Wintern auch schon mal das gesamte Jahr.

Den umgangssprachlichen Namen Hühnerdarm hat sich von ihrem dünnen Fädchen im Stängel erhalten. Wenn man den Stängel der Vogelmiere vorsichtig auseinander zieht bleibt ein dünner durchsichtiger Faden.

In der Kosmetik wird sie bei allerlei Hautproblemen und auch bei Schuppenflechten angewendet. Auch bei Insektenstichen kann sie als Wiesennotfallmedizin verwendet werden.

In der Volksheilkunde ist die Vogelmiere auch bekannt und wird umfangreich genutzt. Sie hilft bei Lungenleiden, Husten, fördert die Blutbildung und soll auch bei Rheuma und grauem Star helfen. Weiters senkt sie den Cholesterinspiegel und wirkt anregend auf Verdauung und Stoffwechsel.

So viel würde man der zarten Pflanze mit den kleinen weißen Sternblüten wahrscheinlich auf den ersten Blick gar nicht zumuten. Also wirklich Unkraut?

Kulinarisch kann man das gesamte oberirdische Kraut verwenden,es hat einen frischen wunderbaren Geschmack. Als Salatgrundlage ist sie perfekt mit ihrem Reichtum an Inhaltstoffen. So hat sie beispielsweise doppelt so viel Kalzium, dreimal so viel Kalium und siebenmal so viel Eisen wie ein gewöhnlicher Kopfsalat. Sie eignet sich auch für Kräuteraufstriche, Kräuterbutter oder im Smoothie.

Auch gekocht kann an die Vogelmiere verwenden – zum Gemüse oder als Spinat, auf Nudeln oder Pizza oder auch in diversen Füllungen. Die Vogelmiere ist sehr vielseitig und meist das ganze Jahr frisch verfügbar.

 

Die gewöhnliche Vogelmiere